Ireland
… zu sehen war ein Traum für mich, seit ich angefangen habe, intensiver und professioneller in der Welt der Fotografie unterwegs zu sein.
Ich erinnere mich, wie ich vor sechs oder sieben Jahren sagte: “Wenn ich mal alt bin, dann reise ich mit meiner Leica, Dr. Martens tragend, mit meiner Schiebermütze auf dem Kopf durch Irland.”
Checkliste:
Alt: nein.
Dr. Martens: ja, aber nicht dabei.
Schiebermütze: Wer mich kennt, weiß, dass diese Frage nicht gestellt werden muss.
Let’s get into it.
(Spoiler: Am Ende des Blogs wird es eine Galerie der schönsten Bilder geben - wer das Lesen meiden mag.)
arrival.
Nach einem Flug mit einem sich übergebenden Fluggast landen wir also in Dublin.
Das Gepäckband erwartet uns mit einer leuchtenden Irlandflagge, die darauf hinweist, dass wir links fahren müssen.
Ich höre Menschen um mich herum, die Englisch mit irischem Akzent sprechen! Der Urlaub kann beginnen.
Nachdem wir unseren Mietwagen geholt haben, machen wir uns auf, unser Air BnB an der Westküste, nahe Galway, zu erreichen - circa zwei Stunden Fahrt … mitten durch Irland.
Ich bin noch etwas überwältigt davon, auf der richtigen Seite des Autos, aber ohne Lenkrad zu sitzen - auf der Fahrt fotografiere ich nicht.
Nach einer seitenverkehrten Fahrt kommen wir an.
Die letzten Meter führen uns über einen schmalen Feldweg an unseren Nachbarn vorbei: Oranmore Castle - Family Home, please respect.
Wir laden schnell das Auto aus, entscheiden, wer welches Zimmer nimmt und gehen zum nahegelegenen Aldi - nicht aus Heimweh, sondern mangels Alternativen … und was soll dieses Tesco überhaupt sein?!
Der Blick vom Parkplatz ist einmalig - nicht nur für einen Aldi-Parkplatz.
Wir haben nach dem Einkauf Hunger und essen unsere erste traditionell irische Pizza - ohne zu ahnen, dass Pizza unser tägliches Abendessen werden sollte.
Ein Guinness steht außer Frage - anschließend ab ins Bett, um fit für die nächsten Tage zu sein.
exploring & cliffs.
Neben der abendlichen Pizza wird das morgendliche Müsli zur Tradition - ebenso das morgendliche Foto davon! Wie könnte man auch nicht … bei dieser Aussicht aus dem Wohnzimmer!
Nach dem Frühstück beschließen wir, ein wenig in der zuvor aus der Ferne beobachteten Landschaft spazieren zu gehen: irische Seeluft atmen, irisches Gras unter den Schuhen spüren.
Die Luft ist einfach toll, ein leichter Wind, nicht zu kalt, nicht zu warm.
Wie sich herausstellt, leben auf den Weiden vor unserem Haus Pferde!
Auf dem Rückweg wird uns erst bewusst, wie unglaublich schön unser Haus liegt!
Nach diesem morgendlichen Spaziergang machen wir uns auf zu den Cliffs of Moher, um dort den Sonnenuntergang zu erleben.







Die Landschaft um die Cliffs herum ist perfekt für ein paar schöne Schwarz-Weiß-Aufnahmen.





Galway.
Dass Galway nahe liegt, war für mich ein wichtiges Kriterium bei der Suche nach einer Unterkunft. Ich weiß nicht wirklich warum. Das Wetter ist wechselhaft, also denken wir … wäre Tag drei doch gut für einen Tagesausflug in die 20 Minuten entfernte kleine Stadt.



























In Galway wird es dann endlich auch Zeit für den ersten Besuch in einem echten Irish Pub und ein schönes Bier!
going north.
Als wir uns bei unserem Frühstück (natürlich Müsli mit dem bereits bekannten Blick) entscheiden, einmal Richtung Norden zu fahren, ahnen wir keineswegs, dass das der wohl schönste Tag der Reise sein sollte - vermutlich die Magie des Unbekannten, auf die wir uns einließen!
Melanie liebt Schafe - als wir in einer Kurve dicht bei welchen vorbeifahren, beschließe ich, die naheliegende Parkbucht zu nutzen.
Nachdem wir den Schafen kurz Hallo gesagt haben, entdecken wir einen Feldweg, der durch ein nahezu endlos scheinendes Feld aus Dünen, Schafen und unglaublich weich aussehendem Gras führt und beschließen, ihm zu folgen.























Wir sind völlig alleine an diesem weiten Strand - es ist einfach unglaublich.
… bis ein Surfer uns Gesellschaft leistet! Wir unterhalten uns kurz mit ihm und dürfen ihn fotografieren!






Wir denken: Besser kann es nicht werden !!!
Wir verlassen den Strand und versuchen, zu dem Schloss zu gelangen, dass wir in der Ferne gesehen hatten.
Ich kann nur für mich sprechen - aber für mich wurde es da dann so irisch, wie ich es mir nur habe erträumen können!








… dort leben - wenigstens für ein paar Wochen …
raues Wetter, das Meer, ein paar Tiere um mich herum …
tagsüber wandern, fotografieren, Radtouren machen und am Abend einfach an der Küste stehen und schauen …
Ich glaube nicht, dass viel mehr innere Ruhe möglich wäre!
Erneut treffe ich Pferde, die sich neugierig fotografieren lassen!









Der Abschied fällt mir schwer - ich weiß: Der Tag geht langsam zu Ende.
Aber der Heimweg ist trotzdem schön und bietet uns noch den einen oder anderen Eindruck von Irland.






Dublin.
Wir denken uns, wenn wir schon in Irland sind, darf Dublin auf der Liste nicht fehlen!
Der Tag in Dublin ist entspannt. Wir schlendern ein wenig durch die Stadt und fotografieren verhältnismäßig wenig.
So sehr ich die Natur liebe, so sehr kann ich mich für spät nachmittägliche Lichtstimmungen in Städten begeistern!












Wir beenden den Tag in Dublin mit einem Besuch im Irish Pub … mit Life Musik … aus offensichtlichen Gründen bin ich da nicht mehr zu fotografischen Höchstleistungen zu motivieren.
the last day.
Für den letzten Tag entschließen wir uns, es entspannt angehen zu lassen:
… noch einmal Galway und auf dem Weg dahin noch an einem Strand anhalten und etwas Natur und Seeluft genießen - das ist der Plan.
Auf dem Heimweg fahren wir in der abendlichen Sonne an einem idyllisch aussehenden Friedhof vorbei: “Ich will nur schnell zehn Minuten schauen gehen”, sage ich nach dem Tankstop und gehe mich umsehen … und genieße das abendliche Licht.
Zurück im Haus werden wir noch einmal mit einem unglaublichen Sonnenuntergang überrascht!










So geht sie zu Ende, diese für mich so unwirklich scheinende Reise nach Irland.
Irland hat mich absolut nicht enttäuscht (von wegen never meet your heros
).
Ich will unbedingt wieder hinfliegen, nächstes Mal länger und … mehr Landschaften erkunden! Die Menschen, die Landschaften, die Straßen … es war alles irgendwie so perfekt unperfekt! Vielleicht lande ich ja irgendwann einmal dort … who knows.
going home.
Die Heimreise ist ein trauriger Moment, aber, wie Pipi Langstrumpf schon sagte: “Wer nicht geht, kann nicht wiederkommen.”
Auf dem Heimflug höre ich einfach ein wenig Musik und lese … in Gedanken noch in Irland - wo ich übrigens in letzter Zeit immer und immer wieder gedanklich bin!
my personal best of.
moments and pictures








































