35km into spring

Jaja … ich habe das Gefühl … Winterdepressionen könnten bald passé sein!

So ging mein Tag los! … ein kleiner Spaziergang, die Westbahnstraße hinauf … zum Bäcker; sonntags gönne ich mir manchmal frische Brötchen … und bei dem Weg zum Bäcker … werden die Brötchen fast zum angenehmen Nebeneffekt!

“Call me, I’m bored!”, lese ich in meinem Postfach; 
Mail von 7:38 Uhr … 
Rufe also an … “Du, der Himmel ist blau, probieren wir eine Runde Rad fahren?”

… gut, zugegeben … als wir starteten, war der Himmel nicht mehr blau … aber das Gefühl, Rad zu fahren … also nicht um irgendwo hinzukommen … sondern des Fahrens wegen … unfassbar! Luft, Energie, Bewegung, … ich habe richtig gemerkt, wie mein Körper sich seiner selbst wieder bewusst wurde, wie Anspannungen der letzten Wochen sich auflockerten! 

Einer der Vorzüge des Lebens in Wien ist, dass man es bis raus aus der Stadt nicht sehr weit hat!

Plaudern, radeln, Wind spüren … Man sieht so weit, wenn man die Donau entlangfährt!
Die Gerüche, die man wahrnimmt … nicht zwangsläufig nur angenehm … wesentlich ist: anders! … anders, als Wien-Innenstadt zu schnüffeln! … eine dringend nötige Abwechslung! Gras, das sich im Wind bewegt, Wellen auf dem Wasser … jaaaaa, Hundescheiße in der Wiese … gehört auch dazu … ist aber außerhalb der Stadt einfach anders, wenn man reintritt!

Sehr zu Tonys Leidwesen sah ich mich gezwungen, ständig anzuhalten, um einen Blick festzuhalten … und zufällig hatte ich wieder eine Leica geliehen … da macht es noch mehr Spaß! (… wenn das auch nur den inneren Freak freut; ich meine … allein das Auslösegeräusch … ok, ich hör’ schon auf!)

Wenn man jenseits der Donau ist, sieht man an verschiedenen Ecken, wie versucht wurde, etwas maritime Urlaubsstimmung aufkommen zu lassen … das Donauufer für Urlauber attraktiv zu machen … 
Verlassene Lokale und Clubs an oder auf dem Wasser zeugen vom Scheitern … 

… ist eh nicht so schlimm! An lauen Sommerabenden hat es eine gewisse Romantik, dort entlangzufahren … und heute … heute war es irgendwie ein schöner Kontrast zu meiner motivierten Radelei.

Ein paar Bewohner der Bezirke jenseits der Donau versuchen hier, ein bisschen Gartenidylle zu schaffen … ist auch gemein, dass ich im Jänner ein Foto davon mache …
Glaube trotzdem … die Stimmung können aktuell einige nachfühlen!

… noch ein paar Schnappschüsse, kurz bevor wir die Brücke zurück auf das andere Donauufer passieren …

Heute blieben wir auf dieser Seite des Donaukanals … so ergab sich für mich eine neue Perspektive auf den Platz, an dem ich nur ein paar Tage zuvor die Sonne aufgehen sah! 
… und auf die umliegenden Gebäude … die wieder so anders sind, deren Konstellation aus dieser Perspektive (ein paar hundert Meter später) so viel stimmiger ist … 

… und am Ende mussten wir beide uns ein wenig aufwärmen ;)

Ergänzung einen Tag später:
Heute war das Wetter wirklich herrlich!
Ich hatte sogar mein Buch dabei und saß lesend in der Sonne! Ende Jänner … verrückt, aber herrlich! Die wohltuend warme Sonne im Gesicht! Bitte sag, dass du das jetzt spürst! 

Heute waren es auch 45km … 

Und ein älteres Ehepaar sah mich lesen: “Homeoffice, gell?!” – “Die Vorteile der Kurzarbeit genießen” 
Von wegen Wiener Grant! Ich mag die Leute hier einfach! Ich bin heute nur angelächelt worden! 

Und es ist spektakulär, was mir das aktuell bedeutet! – Von einem Gesicht ohne Maske (was ich vielleicht nicht kenne) angelächelt zu werden … 
So schätzt man sie plötzlich, die Dinge, die wir als normal wahrgenommen hatten …
Viel Freude mit den neuen Bildern …

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